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AiN Records und die Suche nach (W)AiN

Wir wollen die Wahrheit! Wer zur Hölle ist dieser (W)AiN?!

Miladin Mechenbier a.k.a. Dalim stellte 2006 zum ersten Mal die Frage: „Who’s (W)AiN?!“ Hier im Blog erfahrt Ihr, was es mit dieser Frage auf sich hat, wie die Antwort aussehen könnte und wie die aktuelle Suche verläuft.

Miladin Mechenbier a.k.a. Dalim sucht (W)AiN!

Seit 2006 auf der Suche nach (W)AiN: Miladin Mechenbier a.k.a. Dalim! © A. Fast, S. Pfeil

Wo versteckt sich (W)AiN?!

Am Anfang war das Nichts. Das war wohl auch eine ganze Weile so. Oder es war alles ganz anders. Die Wahrheit kennt in diesem Zusammenhang ja schließlich keiner so genau. Doch seit es in dieser riesigen Ungewissheit, die wir Universum nennen, so richtig losging, passierte knapp 13,7 Milliarden Jahre lang eine ganze Menge – davon sind zumindest viele von uns überzeugt. Meist passierte zwar wohl alles ziemlich langsam, dafür war aber ständig was los. Vor knapp 200.000 Jahren entstanden dann wohl die ersten Proto-Menschen.

Dalim – Raus hier!

Seit dieser Zeit ist, zumindest ist diese Version aktuell sehr beliebt, relativ schnell extrem viel passiert. Unsere Spezies (und für die Rassisten unter Euch: das gilt für alle „Rassen“!) zeichnet sich unterm Strich besonders durch die folgenden Merkmale aus:

  • Das Gehirn
  • Die Sprache
  • Die Daumen

Zwischen Genialität und Perversion

Unser Gehirn, mit seinen Milliarden von Nervenzellen, ermöglicht uns nicht nur, komplexe logische Zusammenhänge zu erkennen. Wir können, wenn wir Spaß daran haben, diesen riesigen Balast in unserem Schädel aktiv zu nutzen, sogar eigene komplexe Strategien entwickeln. All das wäre aber ohne unsere Sprache – weitesgehend unabhängig davon, ob nun Deutsch, Englisch, Spanisch oder Chinesisch – eine mentale Sackgasse. Unser Wahrnehmungsapparat in Kombination mit der Möglichkeit, unser Innerstes mit Worten zu reflektieren, befähigt uns zur Transzendenz. Tja, und da fängt das ganz große Tennis erst an!

Who's (W)AiN?! Tot oder lebendig!

Who’s (W)AiN?! © A. Fast

Wir sind zu enormen Erkenntnissen befähigt und können, dank unseren sensiblen Daumen, filigrane Werke erschaffen (Grobmotoriker meist ausgenommen) und sportliche Höchstleistungen an den Grenzen der Physik vollbringen (Grobiane häufig sogar bevorzugt). Aktuell befindet sich die am weitesten entwickelte Hochkultur unserer Art wohl auf Ihrem Zenit. Die technologische Entwicklung der letzten 200 Jahre hat eine (wahrscheinlich) bisher nie da gewesene Menschheit geschaffen.

Aufgrund dieser 3 Merkmale sind wir aber nicht nur außerordentlich begabt, sondern auch stark gefährdet. Die Fähigkeit, alles zu hinterfragen, ermöglicht uns in Grenzfällen eine ganz besondere moralische Flexibilität. Auch der gemeine Wahnsinn stellt eine häufig unterschätzte Gefahr im Alltag dar. An den Grenzen unserer Wahrnehmung befindet sich nämlich nach wie vor das Nichts.

Dieser Umstand bringt ab und an die Erkenntnis mit, dass jegliche Regeln, die uns, unsere Gedanken und unsere Taten im Zaum halten sollen, von Menschen wir Dir und mir gemacht sind. An der Stelle kann man sich natürlich fragen, warum man sich daran halten sollte.

(W)AiN will ab und an die Welt einfach nur brennen sehen

Aus diesem Grund haben sich Gruppen, Gemeinschaften und Gesellschaften auf Regeln geeinigt. Wer diese Regeln bricht, wird meist bestraft und ggf. sogar geächtet – je nach Schwere des Vergehens. Menschen machen sich seit jeher gegenseitig das Leben schwer, das ist nichts außergewöhnliches. Neid, Eifersucht und weitere Manifestationen der Angst sind völlig natürliche Phänomene. Da machen faire Regeln einfach Sinn!

Allerdings müssen diese Regeln auch wirklich für Gerechtigkeit sorgen, weil man sonst nur schwer alle Beteiligten von den Regeln und Ihrer Notwendigkeit überzeugen kann. Selbst wenn alle Regeln fair aufgestellt sind, werden sie ja noch lange nicht von jedem als gerecht empfunden. Genau an dieser Stelle wurde der Grundstein für die Suche nach (W)AiN gelegt.

Dalim auf der Suche nach (W)AiN

Dalim 2013 © R. Schütz

Mittlerweile sind diese Grundlagen des gesellschaftlichen Kontexts nämlich allenfalls noch der vermeintlichen Bildungs-Elite bekannt. Die Gesetze und ungeschriebenen Regeln unseres gemeinsamen Lebens verdienen einige Attribute – Fairness gehört aber definitiv nicht dazu. So verstehen sich viele Menschen und sogar ganze Sozialisierungs-Gruppen als Außenseiter, die auf sich selbst gestellt zu sein scheinen.

Dies führt zu ständigen Konflikten zwischen diesen Personengruppen und ihrer Umwelt. Ständig werden Linien im Sand gezogen, täglich werden Feindbilder erschaffen, um sich selbst von „ihnen“ zu unterscheiden. Der schlimmste Feind des Menschen versteckt sich jedoch, entgegen dieser weit verbreitenden Muster und Mechanismen, nicht jenseits imaginärer Linen, sondern in den eigenen Reihen.

Die größte List des Teufels!

Viele kennen das Gefühl, in die Enge getrieben zu werden. Man glaubt, zum Opfer zu werden und wenn dieser Zustand unerträglich wird, holt man zum Gegenschlag aus. Dieses Gefühl der Ungerechtigkeit infiltriert unsere Gedanken, lässt uns glauben, „die Anderen“ seien die Aggressoren, gegen die es sich zu verteidigen gelte. Einige Psychologen, Soziologen und Geistliche nennen diesen Teil in uns „Ego“.

Die obige Szene stammt aus dem Film Revolver. Dieser Film zieht sich zwar etwas in die Länge und hat dramaturgisch einige Mängel, aber inhaltlich ist er sehr eindrucksvoll – vor allem aufgrund der Interview-Sequenzen am Schluss.

Der Teufel in der christlichen Mythologie ist den Herrschaften zufolge wohl als eine Metapher für dieses Ego zu verstehen. Unabhängig davon, ob man dieser Interpretation nun zustimmen will oder nicht, sind Wut, Hass und Angst fundamentale Probleme jedes Menschen, denn: „Den ärgsten Feind findet man dort, wo man ihn zuletzt erwartet.“

Dalim – Ego

Wenn eine reale Ungerechtgkeit zur irrationalen Begründung einer kriegerischen Auseinandersetzung herangezogen wird, sei es nun für einen Nachbarschaftsstreit wegen einer wuchernden Hecke oder für den Interventionskrieg im Kampf um wertvolle Ressourcen, belügen wir uns selbst. Männer machen sich etwas vor, wenn Sie behaupten, Ihre Frauen zu schlagen sei gerechtfertigt, weil deren Provokationen und Frechheiten nicht mehr länger hingenommen werden könnten. Und wenn Israelis und Palästinenser gleichermaßen behaupten, das verursachte Leid der letzten 70 Jahre wäre überhaupt mit irgendwas zu rechtfertigen, können wir ebenfalls die Selbstinszenierung als alleiniges Opfer beobachten.

Alle Beispiele haben eins gemein: Die Beteiligten sind der festen Überzeugung, sie seien im Recht, sie seien die Guten! Und das Gute, also sie und ihre Interessen, muss in ihren Augen mit allen Mitteln verteidigt werden.

ACHTUNG: Hiervon ausgenommen und in der Praxis häufig schwer zu unterscheiden, ist die tatsächliche Verteidigung gegen einen realen Täter. Wenn jemand also morgen entführt wird und bei einem Fluchtversuch im Kampf den Entführer tötet, kann nur in seltenen Fällen von Selbstbetrug und Skrupellosigkeit gesprochen werden!
😉

(W)AiN muss entwaffnet werden!

(W)AiN ist zum einen ein alter Ego von Miladin und zum anderen eine fiktive Figur, welche die wahren Verantwortlichen repräsentiert – in den meisten Fällen also uns selbst. Dieses Gefühl der Ungerechtigkeit, diese Stimme der Vergeltung, der ungezügelte Egoismus machtgieriger Anzugträger, all das ist (W)AiN.

Wir von AiN Records sind der festen Überzeugung, dass (W)AiN für jede destruktive Entwicklung der Menschheitsgeschichte, von der Judenverfolung über das Mittelalter und die Sklaverei bis zu den Waffenexporten der USA und Deutschland, verantwortlich ist.

Niemand von uns kann diese Welt im Alleingang retten. Vielerorts will die Welt ja auch gar nicht gerettet werden. Wer aber etwas ändern will, muss den Blick nach innen richten und (W)AiN in seine Schranken weisen. Wir geben alles und hoffen, dass Ihr uns auf der tägliche Suche nach (W)AiN unterstützt.

Who’s (W)AiN – Ich weiß, wer er ist!

Comments (1)

  1. 09:57, 5. August 2015AiN Records  /

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